Mit einer Standesinitiative will sich der Kanton Solothurn gegen den Abbau von Poststellen wehren. In der Kantonsratsdebatte von Ende März wurde fast einstimmig mit 95 zu einer Stimme beschlossen, dem Regierungsrat den Auftrag zu erteilen, eine Botschaft für eine Standesinitiative an die Eidgenössischen Räten in Bern auszuarbeiten.

Das Postgesetz und die Postverordnung sollten so abgeändert werden, „dass der wirtschaftliche Optimierungsdruck im Bereich der Poststellennetzes reduziert wird“ und das Leistungsangebot als Service Public mindestens erhalten bleibt. Das Angebot solle stabilisiert und die Anpassungsgeschwindigkeit an die Bedürfnisse der Solothurner-Bevölkerung angepasst werden.

In der Kantonsratsdebatte habe ich in meinem Votum auch klar zum Ausdruck gebracht, dass vor allem die ältere Bevölkerung und das Gewerbe die Leidtragenden dieser rasanten Poststellen-Schliessungen sind. Denn die Tatsache, dass im Kanton Solothurn rund 20 Postfilialen die Schliessung droht (für weitere 23 Poststellen gibt die Post lediglich noch eine Galgenfrist bis 2020 ab), stimmen sehr bedenklich.

Dass die Poststelle Däniken als „gefährdet“ von der Post eingestuft wird, zeigt nur eines, die Post führt sich auf, wie ihr das Volk gehöre, dabei ist es gerade umgekehrt, die Post gehört dem Volk..!

Logisch kann man die Digitalisierung nicht aufhalten und die Welt hat sich verändert, aber das gibt der Post noch lange nicht das Recht, mit uns zu machen was sie will und dieser Umstand sollte uns der Bevölkerung auch von Däniken ermuntern uns gegen das drohende Poststellensterben zu wehren, mit allen demokratischen Mitteln die es gibt.

Walter Gurtner, SVP Kantons- und Gemeinderat, Däniken

 

07.05.2018 | 980 Aufrufe