Die Solothurner Handelskammer (SOHK) lehnt die «No Billag»-Initiative ab und unterstützt damit ein staatliches Medienmonopol mit ungerechtfertigten Zwangsabgaben, insbesondere für mittlere und grössere Unternehmen. Das (angeblich) innovativste Land der Welt braucht laut SOHK aus demokratiepolitischen Gründen ein staatliches Leistungsangebot im audio-visuellen Medienbereich.

Können das private, im freien Wettbewerb agierende Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung etwa nicht besser? Soll wirklich die Politik Radio-/TV-Konsumentinnen und -Konsumenten vorgeben, welche Inhalte sie zu bezahlen und zu konsumieren haben? Für mich ist dies veraltetes Denken.

Heute, wo jede Person mit dem Smartphone jederzeit von überall aus Medien konsumieren, ja sogar selbst mediale Inhalte beisteuern kann, braucht es keine staatlich dirigierten Medien mehr. Im digitalen Zeitalter, wo Radio, TV und Internet verschmolzen sind, mit immer mehr „open source“-Plattformen (z.B. Wikipedia) und sogenannten „Influencern“, sind Kreativität, Innovationsgeist und Wettbewerb gefragt. Eine Indoktrinierung über einen zwangsfinanzierten staatlichen Medienbrei ist in unserer modernen Welt überflüssig.

Ich sage daher klar JA zur «No-Billag»-Initiative! 

David Sassan Müller, Präsident SVP Amtei Thal-Gäu, Niederbuchsiten
24.01.2018

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