In der AZ vom 4. April 2018 behauptete Gastkommentator Daniel Probst von der Solothurnischen Handelskammer, dass eine «attraktive Einwanderungspolitik» zu mehr Fachkräften führe. Er verkennt die Fakten.

Von den im vergangenen Jahr als ständige ausländische Wohnbevölkerung eingewanderten total 137'803 Personen, wanderten 42'415 Personen (30.8%) als Familiennachzug ein, 15'465 Personen (11.2%) zur Aus- und Weiterbildung, 4'972 Personen (3.6%) ohne Erwerbstätigkeit, 7'050 Personen (5.1%) mittels Übertritt aus dem Asylbereich und 3'515 Personen (2.6%) sind als übrige Zugänge deklariert.

Damit sind von den insgesamt 137'803 Personen laut SEM-Statistik mehr als die Hälfte, nämlich 73'417 Personen (sprich 53.3%) nicht der Arbeit wegen in die Schweiz eingewandert. Dabei sind die Einwanderungen aus dem Asylbereich (Ende 2017 befanden sich ca. 121'000 Menschen im Asylprozess) noch nicht einmal berücksichtigt.

Rémy Wyssmann, Kriegstetten,
Gemeinderat und Kantonsrat SVP

05.04.2018 | 2070 Aufrufe